Mit dem 70. AWS und gut 50 Besucher/-Innen konnten wir hier in München mal wieder ein Jubiläum feiern, und auch wirklich viele der unsrigen kamen um in illustrer Runde die eine oder andere Zigarre oder gar Pfeife zu geniessen.

Als Highlight gabs es dann noch ein Blind Tasting einer neuen Zigarre, deren Ursprungsland dann auch noch zu erraten galt.

Die Überraschung war sicherlich gross, als sich dann bei der Präsentation der Gruppe die die neue Zigarre uns zum tasten mitgebracht hatte, herausstellte das diese Zigarre hier in Bayern hergestellt wird.

Genauere Informationen darüber weiss dann sicherlich unser Herr Sommer zu berichten.

Anbei wie üblich die Fotos und mal wieder ein Minivideo vom 70. AWS in der Reizbar.

Euer Norbert vom AWS München Team

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Kommentar von Harald Sommer:

Der 70. hat definitiv alle meine Erwartungen erfüllt und sogar übertroffen!

Aus meiner Sicht war im Vorfeld der Andrang der kritische Punkt. Wie erwartet war unglaublich viel los. Daher habe ich auch in der ersten Einladung noch nicht so konkret auf dieses nicht zu wiederholende Tasting hingewiesen. Der treue „harte Kern“ sollte einen Vorsprung bekommen und nicht teilweise von der Gästeliste verdrängt werden.

Wenn wir 60 Personen auf der Liste haben, erscheinen tatsächlich 50. Nahezu alle verhinderten AWSler haben sich sogar abgemeldet. Das ist natürlich bei einer Zeitweise überbuchten Veranstaltung spitze. So waren wir tatsächlich 52 Smoker, – und zwar gleichzeitig und größtenteils pünktlich in der Reizbar!

Trotzdem hat alles außerordentlich gut funktioniert! Die Lüftung hat sehr gut gearbeitet und jeder konnte bequem sitzen. Das Team an der Bar war nicht überfordert. Die Stimmung war allgemein sehr gut. Und auch die Musik-Auswahl von Rüdiger Guzikowski (wenn ich mich richtig erinnere) hat viel dazu beigetragen. Norbert Dalpra hat uns eine stattliche Auswahl an Bildern vergangener Treffen mitgebracht, die während des Tastings auf der Leinwand betrachtet werden konnten.

Beschwerden der Gäste kamen spärlich:  Ein Gast war erbost dass  wie angekündigt nur die ersten 40 AWSler am Tasting teilnehmen konnten.  Auf den allerhintersten Sitzplätzen soll der Vortrag nicht optimal zu hören gewesen sein und ich hatte offensichtlich nicht genügend Werbehölzer eingepackt. Weltbewegende Sorgen und Nöte gab es demnach nicht. ;-)

Ich danke unserem Norbert nicht nur für die schönen Bilder, sondern ganz besonders für die große Hilfe am Einlass. So hatte ich die Organisation doch viel besser im Griff!

Aber nun zur Sensation des Abends, dem Tasting:

Ich denke, die Überraschung ist gelungen!

Zunächst mag der Proband noch irritiert gewesen sein. Handelte es sich bei dem Testmuster doch um eine zwar gute, nussig erdige Cigarre, vermutlich aus Honduras oder Nicaragua.

-Doch was soll daran so besonders sein?

Nun, diese Exemplare haben Marcel Polzmacher, Doron Karaman, Christoph Lemmé und Markus Wilcezik, die wohl  jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft, mitgebracht!

Nicht aus Kuba, der Dom. Rep. oder Honduras.

-Nein, von daheim!

Die Cigarren, die wir hier testen durften, stammten von einer winzigen privat produzierten Eigenbedarfsmenge, die diese Jungs selbst in Landshut angebaut, getrocknet, fermentiert, sortiert und gerollt haben!

Mitten in Bayern! -Aber hallo!!!

Angesichts dieser Tatsache ist man natürlich völlig von den Socken. Man möchte nicht glauben, dass so etwas überhaupt möglich ist! Gute, vollaromatische Longfillers gibt´s doch sonst nur in der Karibik? Darum hat das Team um Marcel Polzmacher seine Kleinstmenge geopfert, um das Ergebnis der jahrelangen Vorarbeit von uns einmal ganz ohne „Vorschuss Lorbeeren“ testen zu lassen!

Der Versuch ist geglückt! Ich gratuliere!

Natürlich haben uns die findigen Studenten aus Landshut einen super Vortrag mit Bildern über die Entstehung Ihrer Cigarren gehalten. Die Fachpresse zeigte sich interessiert und man darf gespannt sein, wie die Geschichte weiter geht.

Egal was die Zukunft bringt, wir waren die ersten, die sie geraucht haben!

Ich freue mich schon jetzt auf den 71. AWS mit Ihnen!

Ihr Harald Sommer

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Kommentar von Michael Kurz:

Also, Freundinnen und Freunde,
wieder einmal ein gelungener Abend – umso mehr, als die Freunde des gehobenen Tabakgenusses sehr zahlreich erschienen sind. Man sagt zwar allgemein, dass die Masse es nicht mache, doch wir reden unter uns, wenn wir die Teilnehmerzahl meinen, nicht von Masse, sondern von Klasse (in aller Bescheidenheit !).

Und Klasse war’s: das Tasting endete mit der uns alle überraschenden Enthüllung der verkosteten Zigarre – in Deutschland gefertigt von jungen Leuten im studentischen Alter, alles Quereinsteiger ohne Erfahrung, und doch haben sie eine Zigarre fertig gebracht, die man durchaus rauchen konnte.
Zwar fehlt da schon noch einiges, doch als Debut, wie wir es im nachhinein erfuhren, war’s schon respektabel. Resumee und alles in allem : käm’s von eingesessenen Profis, wär’s M….

Doch so: chapeau !

Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten AWS und die zahlreichen Freunde, mit denen man einen entspannten und doch spannenden Abend verbringen kann.
Also bis zum nächsten Mal
Euer
Michael Kurz

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